Der Begrüßungsapplaus nach seiner Ankündigung ist noch nicht ganz verhallt, als vom Eingang das sanfte, tiefe Timbre einer Klarinette erklingt. Eine sanfte Melodie, piano und pianissimo gespielt, begleitet Giora Feidmann bei seinen langsamen und vorsichtigen Schritten den Mittelgang entlang. Vorm Altarbereich angekommen beginnt der erkennbar ältere Herr – im März 1936 in Buenos Aires geboren – zu singen und nicht einmal eine Handbewegung ist nötig, das Publikum in der vollbesetzten Christuskirche zum Mitsingen zu bewegen. Das traditionelle „Shalom Chaverim“ erklingt aus vielen Kehlen, alles Freunde (so lautet die Übersetzung des Wortes Chaverim) seiner Musik.Read More